Der Schrei

 

Edvard Munch_Der Schrei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Edvard Munch_Der Schrei

 

 

Einsam

Ich habe niemals Du zu euch gesagt –
wohin ich kam und wen ich immer sprach
und wenn er auch in meinen Armen lag,
ich habe niemals Du zu ihm gesagt.

Und doch hab ich mich nie darob beklagt
und wenn die Sehnsucht auch mit wildem Schlag
mein selbstgewähltes Klausnertum durchbrach,
hab ich doch niemals Du zu euch gesagt

und hatte immerdar an mir genug,
berg ich doch ewig in mir Gott und Tier
und Licht und Kot und heiligste Begier,

und hielt mein stilles Zwiegespräch mit mir,
bis über mir gleich einem Totentuch
der Schrei der Einsamkeit zusammenschlug.

Gustav Sack (1885 – 1916)_aus der Sammlung „Die drei Reiter“ 1912/1913

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Über perlengazelle

Ich komme: aussem Pott. Ich bin: eine Rechenknechtin, Erbsenzählerin, Randfichte, Sitzriesin, Heinzelmännin. Ich mag: Woody Allen, Mascha Kaléko, Rilke, Siri Hustvedt, Vilhelm Hammershøi, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Kimmo Joentaa, Professor Boerne, Meryl Streep, Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald, Walt Kowalski, den Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben, rechnen, Föhr, Kaffee, Katzen … ... und ... und ... und ... mails an perlengazelle@web.de
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3 Antworten zu Der Schrei

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