Manche mögen Joyce

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Eve Arnold_Marilyn Monroe liest Ulysses von James Joyce (1954)

Ob Marilyn den Ulysses wirklich gelesen oder nur mit dem Buch posiert habe, fragte sich Richard Brown von der University of Leeds und schrieb einen Brief an Eve Arnold. Ob Marilyn eine ernsthafte Leserin des Ulysses sei, ob sie überhaupt Zeit hatte, Joyce zu lesen und wie sie beim Lesen vorging. Anscheinend war sie auf dem Photo im letzten Kapitel, vielleicht bei der Penelope-Episode, wo Molly über ihre Erlebnisse des Tages spricht und sich an ihr Leben erinnert.

„Wir arbeiteten am Strand auf Long Island. Sie besuchte gerade den Dichter Norman Rosten. Soweit ich mich erinnere (es war vor dreißig Jahren), fragte ich sie, was sie las, während ich unterwegs war, um sie abzuholen. (Ich hatte so eine Ahnung, wie sie ihre Zeit verbrachte). Sie sagte, dass sie den Ulysses in ihrem Auto aufbewahrte und schon lange darin las. Sie liebte seinen Klang und würde laut lesen, um den Sinn zu verstehen, aber es wäre sehr schwer. Sie konnte ihn nicht hintereinander weg lesen. Als wir an einem Spielplatz hielten, um zu photographieren, holte sie das Buch und begann zu lesen, während ich den Film einlegte. Und natürlich photographierte ich sie. Es war immer eine gemeinsame Anstrengung von Photograph und Motiv – aber fast mehr ihr Beitrag.

Brief von Eve Arnold vom 20 Juli 1993

 

Eve Arnold mit KameraDen entscheidenden Augenblick wollte sie festhalten – die Photographin Eve Arnold.

Als mittleres von neun Kindern russischer Einwanderer freiwillig den Traum vom Arztberuf in Amerika aufzugeben, nur weil einem ein Freund eine billige Kamera schenkt; kurz nach einem Foto-Schnellkurs zum Vollmitglied der Edel-Fotoagentur „Magnum“ zu werden und damit die erste Frau im Kreise der Weltplatzhirsche um Henri Cartier-Bresson und Robert Capa.Oberhausen ehrt Meisterfotografin Eve Arnold | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/kultur/oberhausen-ehrt-meisterfotografin-eve-arnold-id9378780.htm

Ihre Eltern waren russisch-jüdische Immigranten, ihr Vater Rabbi. Eve wurde als mittleres von neun Kindern geboren. Ihre Eltern hätten es lieber gehabt, wenn sie ihr Medizinstudium abgeschlossen hätte, aber Eve begann sich 1946 der Photographie zu widmen, als ihr damaliger Freund ihr eine Rolleicord – eine einfache Spiegelreflexkamera – schenkte. 1948 eignete sie sich innerhalb von sechs Wochen das Fotografenhandwerk bei ihrem Mentor Alexei Brodowitsch, dem Artdirector von Harper’s Bazar, an. 1948 heiratete sie den Industriedesigner Arnold Arnold; ein Jahr später wurde der Sohn Frank geboren. Die Familie siedelte 1961 dauerhaft von New York nach Großbritannien um.

Eva Arnold  wurde 1951 als erste Frau Mitglied bei Magnum Photos, seit 1957 war sie Vollmitglied. Magnum Photos war eine unabhängige Photoagentur, die 1947 von den vier Photographen Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Seymor und George Rodger in Paris  gegründet wurde.

 Quelle: wiki

 

Als mittleres von neun Kindern russischer Einwanderer freiwillig den Traum vom Arztberuf in Amerika aufzugeben, nur weil einem ein Freund eine billige Kamera schenkt; kurz nach einem Foto-Schnellkurs zum Vollmitglied der Edel-Fotoagentur „Magnum“ zu werden und damit die erste Frau im Kreise der Weltplatzhirsche um Henri Cartier-Bresson und Robert Capa.Oberhausen ehrt Meisterfotografin Eve Arnold | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/kultur/oberhausen-ehrt-meisterfotografin-eve-arnold-id9378780.htm

Bekannt war sie wegen ihrer Marilyn-Bilder – jahrelang ließ sich die Hollywood-Ikone immer wieder von Eve Arnold ablichten. Und zwar nur von ihr. Joan Crawford, Marlene Dietrich, Clark Gable, Peter O’Toole, Anthony Quinn und Malcolm X öffneten ebenfalls ihre privaten Vorhänge für die Photographin. Doch hatte Eve Arnold eine breite Vielfalt von Themen. Ihre Arbeit überspannt das politische Spektrum von Senator Joe McCarthy zu Malcolm X und der Nation of Islam. Sie photographierte Häftlinge in der Todeszelle, Neugeborene – eine Photoserie über die „ersten fünf Minuten nach der Geburt, Indira Gandhi, 17-jährige Angelica Huston, und die Mitglieder der amerikanischen Nazi-Partei.

In den sechziger Jahren ging Eve in die UdSSR, um die ältesten Menschen der Welt zu photographieren und fand sich unter ständiger Überwachung durch den KGB. Sie unternahm mit hohem Risiko verbundene Reportagen aus Afghanistan, Ägypten und Arabien, wo sie die Frauen „hinter dem Schleier“ suchte. Und im Alter von 67 Jahren erhielt sie ein damals unerhörtes Drei-Monats-Visum, um nach China zu reisen. Die resultierenden Bilder wurden im Brooklyn Museum of Art gezeigt, ihre erste große Einzelausstellung. Außerdem schrieb sie das Buch In China, das den National Book Award erhielt.

 

 

 

Eve Arnold China

 

 

 

Sie schreibt dazu, in China heißt es, eine schöne junge Frau sei eine Verheißung, eine alte Frau indessen ein Kunstwerk.

 

 

 

Als mittleres von neun Kindern russischer Einwanderer freiwillig den Traum vom Arztberuf in Amerika aufzugeben, nur weil einem ein Freund eine billige Kamera schenkt; kurz nach einem Foto-Schnellkurs zum Vollmitglied der Edel-Fotoagentur „Magnum“ zu werden und damit die erste Frau im Kreise der Weltplatzhirsche um Henri Cartier-Bresson und Robert Capa.Oberhausen ehrt Meisterfotografin Eve Arnold | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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mit hohem Risiko verbundenen Reportagen aus Afghanistan, Ägypten und Arabien, wo sie die „Frauen hinter dem Schleier“ suchteOberhausen ehrt Meisterfotografin Eve Arnold | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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Ich war arm, und ich wollte die Armut dokumentieren. Ich hatte ein Kind verloren und war besessen vom Thema Geburt. Ich interessierte mich für Politik und wollte wissen, was für Auswirkungen sie auf unsere Leben hat. Ich bin eine Frau, und ich wollte mehr über Frauen wissen.

Eve Arnold

Ausstellung in Oberhausen:

http://www.ludwiggalerie.de/site/content/ausstellungen/aktuell/index_ger.html

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3 Antworten zu Manche mögen Joyce

  1. SalvaVenia schreibt:

    Interessanter Beitrag. Es wirkt immer so irreal, wenn man hinter dem Glitzermärchen der Monroe dann auf einmal mit dem Menschen Baker konfrontiert wird.

    Gefällt mir

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