Wie ein Blatt im Wind

Ich gehe langsam, aus der Welt heraus

in eine Landschaft jenseits aller Ferne,

und was ich war und bin und was ich bleibe,

geht mit mir ohne Ungeduld und Eile

in ein bisher noch nicht betretenes Land.

 

Ich gehe langsam aus der Zeit heraus

in eine Zukunft jenseits aller Sterne,

und was ich war und bin und immer bleiben werde

geht mit mir ohne Ungeduld und Eile

als wär ich nie gewesen oder kaum.

Hans Sahl

 

 

In memoriam T. R., der plötzlich und unerwartet und viel zu früh gehen musste

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Über perlengazelle

Ich komme: aussem Pott. Ich bin: eine Rechenknechtin, Erbsenzählerin, Randfichte, Sitzriesin, Heinzelmännin. Ich mag: Woody Allen, Mascha Kaléko, Rilke, Siri Hustvedt, Vilhelm Hammershøi, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Kimmo Joentaa, Professor Boerne, Meryl Streep, Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald, Walt Kowalski, den Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben, rechnen, Föhr, Kaffee, Katzen … ... und ... und ... und ... mails an perlengazelle@web.de
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2 Antworten zu Wie ein Blatt im Wind

  1. Elvira schreibt:

    Ich habe gestern meine letzten Wünsche niedergeschrieben. Wünsche, die auch meine Beerdigung und die Trauerfeier betreffen. Das Vortagen dieses Gedichtes ist einer der Wünsche. Oh, keine Sorge, ich erwarte die Erfüllung dieser Wünsche nicht heute oder morgen. Sie sind Bestandteil meiner Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, denn ich weiß ja nicht, wann der Tod sein Rendezvous mit mir hat. Da möchte ich schon, dass meine Söhne wissen, wie ich mir das so mit dem letzten Abschied vorstelle. Welche Musik gespielt werden soll und welchen Bezug sie zu mir hat, was gesagt werden möge und was nicht. Auf keinen Fall möchte ich meine Biographie hören, denn wer zu diesem Anlass kommt, kennt diese schließlich ganz genau.

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  2. perlengazelle schreibt:

    Ich habe das Gedicht reingestellt, weil ein Neffe des Gatten plötzlich ohne Vorwarnung mit 47 Jahren gestorben ist. Er war als Berufssoldat lange Jahre in Afghanistan – gestorben ist er aber in seiner Wohnung in Deutschland. Und hat – da alleinstehend – 12 Tage dort gelegen. Er wurde nicht vermisst, da er berufsbedingt oft unterwegs war. Sein Auto war gepackt – er wollte nach München zu seiner neuen Arbeitsstelle. Ein Testament musste er als Soldat machen. Aber über die Beerdigungsmodalitäten hat er sicherlich (noch) nicht nachgedacht.
    Schlimm, wenn die Kinder vor ihren Müttern sterben.

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