Kriegskinder

Wer wissen will, wie Krieg aussieht:

Im Auftrag der britischen Nichtregierungsorganisation „Hand in Hand for Syria“ bereisen die beiden Ärztinnen Assam und  Rola Hallam Syrien, um Krankenhäuser und Ambulanzen zu besuchen. Der vielfach ausgezeichnete Kameramann Darren Conway und der BBC-Reporter Ian Pannell werden Augenzeugen der ganzen Brutalität des syrischen Bürgerkrieges – und des Leidens der Kinder. Bilder, die niemand so schnell vergisst.

 
 
Noch vor einem Jahr waren etwas mehr als 230.000 auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien, doch binnen zwölf Monaten hat sich die Zahl dramatisch erhöht: Nach Angaben des Uno-Hilfswerks UNHCR gibt es jetzt schon mehr als zwei Millionen Flüchtlinge.

Bei den zwei Millionen handelt es sich laut UNHCR um bereits anerkannte Flüchtlinge sowie um Syrer, die den Flüchtlingsstatus beantragt haben. Ende August lebten demnach 110.000 der Flüchtlinge in Ägypten, 168.000 im Irak, 515.000 in Jordanien, 716.000 im Libanon und 460.000 in der Türkei. Rund 52 Prozent von ihnen waren 17 Jahre alt oder jünger. Weitere 4,25 Millionen Menschen sind demnach innerhalb Syriens auf der Flucht.

Quelle: SPIEGEL
 
 
5000 (!) Flüchtlinge will Deutschland aufnehmen.
Anwohner haben natürlich nichts gegen Asylanten.
Aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.
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Über perlengazelle

Ich komme: aussem Pott. Ich bin: eine Rechenknechtin, Erbsenzählerin, Randfichte, Sitzriesin, Heinzelmännin. Ich mag: Woody Allen, Mascha Kaléko, Rilke, Siri Hustvedt, Vilhelm Hammershøi, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Kimmo Joentaa, Professor Boerne, Meryl Streep, Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald, Walt Kowalski, den Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben, rechnen, Föhr, Kaffee, Katzen … ... und ... und ... und ... mails an perlengazelle@web.de
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3 Antworten zu Kriegskinder

  1. Elvira schreibt:

    Ups, ich hatte einen ziemlich langen Kommentar zu diesem Beitrag geschrieben und sehe gerade im Verlauf den Hinweis „Fehler“. Schade! Meistens bekomme ich die spontanen Gedanken nicht ein weiteres Mal so ins Netz wie zuerst gedacht. Aber ich versuche mal zu rekonstruieren.
    Ich erinnere mich daran, dass ich über mein Erstaunen über eine Reaktion auf der Arbeit schrieb. Wie jedes Jahr gibt es eine Weihnachtsfeier mit ganzen Gänsen und allem drumherum plus Gutscheine für Parfümerien o.ä. Ich fragte eine Kollegin, ob wir das nicht vielleicht spenden könnten. Weit aufgerissene, ungläubige Augen: An die Armen? Vielleicht an die Opfer auf den Philippinen, antwortete ich. Nein, davon wollte keine etwas hören. 20,00€ für ein Parfum, Nagellack oder anderen Krimskrams sind eindeutig wichtiger. Meine Chefin meinte, wir hätten doch so wenig Geld. Statt zu antworten, dass das zu ändern ja in ihren Möglichkeiten läge, sagte ich nur, dass wir immerhin zu Essen und zu Trinken hätten. Ich glaube, dass die Vielzahl an Kriegen und Katastrophen die meisten Menschen abgehärtet hat, ihr Mitgefühl ist entweder gen Null geschrumpft oder sie wissen einfach nicht, wo sie mit ihrer Hilfe einsetzen können. Die Zahl der gemeldeten Toten bestimmt die Größe der Katastrophe, daran tragen sicherlich auch die Medien eine Mitschuld. Und wehe Flüchtlinge lächeln in die Kamera. Ich konnte vor ein paar Wochen einen Leserbrief „genießen“, in dem sich ein Mann an dem Foto eines syrischen Vaters mit einem Kind auf dem Arm störte, die beide in die Kamera lächelten. Seine Vorstellung von Flüchtlingen sei eine andere. Mit diesen sauberen und fröhlichen Menschen könne er kein Mitleid haben. Was kann man dazu noch sagen?

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  2. perlengazelle schreibt:

    Vielen mangelt es an Empathie.
    Seit in unserer Grundschule ein Asylantenübergangswohnheim eingerichtet wurde, wird jeder Einbruch natürlich „denen da “ in die Schuhe geschoben. „Wir werden uns noch alle wundern (über die kriminelle Energie der Asylanten).“, betont eine der Nachbarinnen immer wieder. Zwecklos, mit ihr zu reden. Zum Glück gibt es auch andere. Mit denen werde ich demnächst ein paar Kartons zusammenpacken. Können alles gebrauchen, laut Aussage der Betreuer vor Ort.

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    • Elvira schreibt:

      Leider werden viele Vorurteile auch von den Medien geschürt. Und dabei meine ich nicht Blöd & Co. Das Klischee der kinderraubenden Zigeuner wurde doch aufs trefflichste bedient bei der Geschichte um das blonde Mädchen. Selbst die seriösesten Zeitungen haben geschrieben und dann erst recherchiert. Das ist wie Reden und dann erst Denken.

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