Und selbst das Vergessen hat noch Gestalt in dem bleibenden Reich der Verwandlung

Leider muss ich zweimal sterben. Einmal als der Mensch, der ich war und dann als der Mensch, den die Krankheit aus mir gemacht hat.

Aus dem Film „Stiller Abschied“

 

Zu einer anderen Gelegenheit antwortete er auf meine Frage, ob er denn seine eigenen Möbel nicht erkenne:

„Doch, jetzt erkenne ich sie.“

„Das will ich auch hoffen“; sagte ich ein wenig von oben herab. Aber er schaute mich enttäuscht an und erwiderte:

„Du, das ist gar nicht so leicht, wie du denkst. Auch andere Leute haben solche Möbel. Man weiß nie.“

Arno Geiger – Der alte König in seinem Exil

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Über perlengazelle

Ich komme: aussem Pott. Ich bin: eine Rechenknechtin, Erbsenzählerin, Randfichte, Sitzriesin, Heinzelmännin. Ich mag: Woody Allen, Mascha Kaléko, Rilke, Siri Hustvedt, Vilhelm Hammershøi, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Kimmo Joentaa, Professor Boerne, Meryl Streep, Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald, Walt Kowalski, den Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben, rechnen, Föhr, Kaffee, Katzen … ... und ... und ... und ... mails an perlengazelle@web.de
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Eine Antwort zu Und selbst das Vergessen hat noch Gestalt in dem bleibenden Reich der Verwandlung

  1. Elvira schreibt:

    In der allerletzten Szene, als es so aussah, als wäre sie den ersten Tod bereits gestorben, kam dieser Moment, in dem Zorn ihr Gesicht zeichnete und sie die Rose zerpflückte. Welch qualvolles erstes Sterben!

    Gefällt mir

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