Traumberuf

Heute zum ersten Mal davon gehört: Im 18. und 19. Jahrhundert zierten bezahlte Einsiedler – die sogenannten Schmuckeremiten – britische Landschaftsgärten. Stattliche 700 Pfund konnte verdienen, wer sich verpflichtete, sieben Jahre lang nicht mit dem Personal zu reden, den Park nicht zu verlassen und meist unauffällig in seiner Eremitage zu bleiben. Zu bestimmten Tageszeiten mussten sie sich sehen lassen, um die Eigentümer der Parks und deren Gäste mit ihrem Anblick zu unterhalten. In wollenem Gewand und mit ungeschnittenen Haaren und Bart.

Könnte mir gefallen. Mit einer dazu gehörigen schmucken Eremitenbibliothek selbstverständlich.

Aber wie krieg ich das mit dem Bart hin?

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Über perlengazelle

Ich komme: aussem Pott. Ich bin: eine Rechenknechtin, Erbsenzählerin, Randfichte, Sitzriesin, Heinzelmännin. Ich mag: Woody Allen, Mascha Kaléko, Rilke, Siri Hustvedt, Vilhelm Hammershøi, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Kimmo Joentaa, Professor Boerne, Meryl Streep, Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald, Walt Kowalski, den Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben, rechnen, Föhr, Kaffee, Katzen … ... und ... und ... und ... mails an perlengazelle@web.de
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4 Antworten zu Traumberuf

  1. kbvollmarblog schreibt:

    Ich wohne an der Küste Nord Norfolks, wo Schmuck-Eremiten und Follies an der Tagesordnung waren seit den Tagen von Capability Brown und William Kent. Sie wohnten bisweilen in den Follies, das sind romantische Ruinen, die bereits als Ruine gebaut wurden und zu einem Landschaftspark gehörten. Diese Schmuck-Eremiten waren oft aufgestiegene Footmen, die jedoch meist nur auftraten, wenn Gäste geladen waren. Als Stonehenge noch im Privatbesitz war, hielt man sich dort „Schmuck Druiden“ – muss fein ausgesehen haben.
    Herzliche Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer
    Klausbernd

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    • perlengazelle schreibt:

      Willkommen hier! Danke für den spannenden Einblick. Grüße aus dem Pott nach East Anglia in das kleine Dorf.

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      • kbvollmarblog schreibt:

        Übrigens ist mir der Pott nicht so fern: Ich sudierte teilweise in Bochum und pflege bei mir einmal die Woche mit einer Freundin aus Bottrop (die auch hier wohnt) in die Sauna zu gehen. What a small world,isn`t it?
        Grüße von der heute mal endlich wieder sonnigen Küste
        Klausbernd und seine munteren Buchfeen Siri und Selma

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  2. Johanna Seewald schreibt:

    Ich komme mit – als Schmuckeremit mache ich mich bestimmt wunderbar, aber können wir von 700 Pfund im Jahr leben? Neben der Bibliothek erbitte ich mir noch einen Sack Sockenwolle – meine Socken werden immer utopischer!

    Herzallaliepste Grüße – Hanna

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